Ein Sparbuch hat nahezu jeder aber nur sechs Prozent der Deutschen besitzen Aktien. Bürger des Landes glauben an die Sicherheit auf Sparbüchern – ohne ordentliche Rendite zu erzielen.

Nun wird eine zeitgemäße Antwort erwartet, da Anlagen am Geldmarkt insbesondere Aktien vorgezogen werden. Finden Deutsche mehr Nachfrage für das Sparbuch, weil sie die einfache Mathematik des Addierens und Subtrahierens am besten verstehen? Das klassische Sparbuch bestand vor Jahrzehnten und davor aus einem kleinen roten oder blauen Büchlein. Bei Finanzinstituten konnte nach Belieben Geld eingezahlt oder abgehoben werden. Es gab keine Zweifel – Nachdenken war nicht angesagt. Das war und ist der Anspruch des Verbrauchers der geschützt werden will – wie sein monatliches Gehalt ohne Abweichungen erwartet wird. Nach oben darf es trotzdem gehen! Zinsen auf das eingezahlte Geld gab es früher auch – irgendwo zwischen vier und sieben Prozent pro Jahr! Das konnte sich sehen lassen. Das Sparbuch repräsentiert mit dem eingezahlten Geld die risikolose Anlageform. Die Vorliebe für diese Geldanlage währt bis heute (vgl. Lorenzen, B.; M. M. Warburg & Co.).

Anleger bevorzugen aktuell mit 61,8 Prozent das Sparbuch. Nur 8,5 Prozent wählen Aktien als Anlageform.

Diese Vorliebe ist in einer Zeit gewachsen, als das Sparbuch merkliche Zinssätze bot. Ein Wiederauffrischen dieser Zeiten ist in den nächsten Jahren nicht zu erwarten. Nach der Finanzmarktkrise im letzten Jahrzehnt setzte die Niedrigzinsphase ein und bewegte den Zins auf die  Null-Linie. Spareinlagen können heute keinen Vermögenserhalt mehr gewährleisten. Die Inflation sorgt dafür, dass es zu einer schleichenden Entwertung des Vermögens kommt. Mit Spargeldern ist  Vermögensverlust zu realisieren.

Die Zukunft des Sparbuchs und seiner Einlagen wird nicht rosig sein: Die Inflationsprognose der Europäischen Zentralbank (EZB) liegt für das Jahr 2019 bei 1,7 Prozent pro Jahr. Isoliert für Juli 2018 wurden am 17.08.2018 bereits 2,0 Prozent ausgewiesen. Das übertrifft den Zielwert der EZB für das Jahr 2019 und erreicht den Zukunftswert. Aufgrund der Verschuldung Italiens und anderer europäischer Staaten wird die EZB die Zinssätze nicht weiter erhöhen und diese auf niedrigem Niveau belassen. Im Rahmen des Verbraucherschutzes muss darauf hingewiesen werden.

Wertverluste für Spareinlagen. Verluste statt Gewinne: Wertverluste für Spareinlagen bedingt durch den negativen Realzins.

 

Aktien gehören für die Rendite ins Portfolio, der Zinseszinseffekt ist für alle Gewinn!

Die Wechselstimmung hat Gründe. Die historischen Wertentwicklungen von Aktien im Verhältnis zu Spareinlagen zeigen, dass die Renditen von Aktien bei mittlerer Anlagedauer über denen von Spareinlagen liegen. Die letzte Dekade zeigt für Aktien im Deutschen Aktienindex (DAX) durchschnittliche Renditen von fast fünf Prozent pro Jahr. Spareinlagen erreichen wenig mehr als ein Prozent.  Der Zeitraum von Ende 2007 bis Ende 2017 ließ das nicht erwarten. Die Verwerfungen der Finanzmarktkrise hätten eher die Aktien auf der Verliererseite gesehen.

Der Unterschied zwischen den Kapitalerlösen mag nicht dramatisch erscheinen. Der Zinseszinseffekt vergrößert den Unterschied jedoch mit jedem weiteren Jahr, während dem die Anlagen „arbeiten“. Nach zehn Jahren hätten 10.000 Euro in Spareinlagen 1.156 Euro erwirtschaftet. Der Zugewinn bei Aktien im DAX hätte bei 5.981 Euro gelegen (vgl. Lorenzen ebda.).

Die Wechselstimmung hat Gründe. Die historischen Wertentwicklungen von Aktien im Verhältnis zu Spareinlagen zeigen, dass die Renditen von Aktien bei mittlerer Anlagedauer über denen von Spareinlagen liegen. Die letzte Dekade zeigt für Aktien im Deutschen Aktienindex (DAX) durchschnittliche Renditen von fast fünf Prozent pro Jahr. Spareinlagen erreichen wenig mehr als ein Prozent.  Der Zeitraum von Ende 2007 bis Ende 2017 ließ das nicht erwarten. Die Verwerfungen der Finanzmarktkrise hätten eher die Aktien auf der Verliererseite gesehen. Der Verbraucherschutz zwingt die Chancen des Kapitalmarkts zu nutzen.

Investition

Wie wird am Kapitalmarkt sinnvoll investiert? Wie gelingt es, die Chancen und Risiken sorgsam abzuwägen und in eine persönlich geeignete Anlagestrategie zu überführen? Was sind die richtigen Asset-Klassen und Anlageprodukte, in die es zu investieren gilt? Wie sollten Anleger auf Veränderungen am Kapitalmarktreagieren? Wie lässt sich das Portfolio danach auszurichten? Anleger, die sich nicht täglich diesen Fragen stellen können oder wollen, streben professionelle Betreuung ihres Vermögens an: Die Vermögensverwaltung durch vertrauensvolle Finanzpartner!

Hierbei entwickeln Kunden und Berater für Anleger individuell geeignete Anlagestrukturen. Mandatierte Banken setzen diese im dafür eröffneten Kundendepot um. Investments am Kapitalmarkt werden bei Einhaltung der verabredeten Anlagestrategie überwacht. Modern interpretiert in Form einer digitalen Vermögensverwaltung, ist diese Dienstleistung mit wenig Aufwand zu realisieren – auch für Kapitalgrößen, denen dieser Service bisher nicht offen stand.

Fazit

Das Sparbuch hat für Vermögenserhalt und Vermögensaufbau nostalgischen Wert. Die Fungibilität spricht dafür. Wer sein Geld nur „parken“ und für Planungen jederzeit verfügbar haben möchte, ist – wie dargestellt – mit dem Sparbuch oder einem Festgeldkonto gut bedient. Risikoarme Anlagen wie Bundesanleihen bringen im aktuellen Zinsumfeld keine oder negative Rendite. Höhere sind nur mit risikobehafteten Kapitalanlagen erzielbar. Hierzu zählen Aktien und möglicherweise spektakulär empfundene Staatsanleihen mit hohen Zinsen. Bei wohlbedachter Auswahl können diese Anlagemöglichkeiten Alternativen bieten. Anleger lassen das bei Kundenbefragungen erkennen.

Historische Renditevergleiche erlauben keine quantifizierten Aussagen über zukünftige Entwicklungen. Im Zeitraum von 2007 bis 2017 haben Aktien trotz Finanzmarktkrise immer besser abgeschnitten.  Während keiner Dekade in den letzten 50 Jahren haben Aktienanlagen schlechter als Spareinlagen abgeschnitten. Diese Feststellung bringt keine Gewissheiten für die Zukunft. Darauf ist im Sinne des Verbraucherschutzes und zur Vermeidung der Irreleitung der bisher Sparbücher bevorzugenden Anleger hinzuweisen. Risikolose Zinsgewinne mit Realverzinsung gibt es nicht mehr.