Fahrten mit Zügen der Deutsche Bahn AG galten bisher trotz Unpünktlichkeiten als risikoarm.

Unfälle und andere Vorkommnisse wie Kollisionen und Brände können Empfindungen ändern.

Am frühen Vormittag des 12. Oktober 2018 hat ein Brand als Ereignis von großer Bedeutung glücklicherweise zu keinen Todesfällen geführt. Ähnliche Vorkommnisse in anderen Ländern hatten schlimmere Auswirkungen. Sind wir berechtigt als Bürger in einem vermeintlich wohlgeordneten Staat Überlegenheit zu demonstrieren, da im vorliegenden Ernstfall alle Sicherheitsstrukturen für die Fahrgäste Schutzfunktionen gewährten? Es hätte schlimmer ausgehen können. Nicht in jedem Zug sind zufällig Brandschützer von Feuerwehren, Mitglieder von Feuerwehren und Techniker, die Folgeunfälle vermeiden können.

5 Verletzte

Das war am Morgen des 12. Oktober der Fall. Es mussten zahlreiche Sicherheitsmaßnahmen ergriffen werden, bevor die Fahrgäste den Zug verlassen konnten. Die gesamte Elektrik des Zuges musste erst geerdet werden, da die Stromleitungen herunterhingen und nicht sichergestellt war, ob die Fahrgäste den brennenden Zug ohne Schaden verlassen konnten. Der Leser muss akzeptieren, dass der bemerkenswerte Vorfall durch geistesgegenwärtiges Handeln im für Personen überschaubaren Schadensrahmen geblieben ist – und dennoch: Fünf Verletzte sind fünf Geschädigte.

Zusammenfassung des Vorkommnisses

Auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Köln und Frankfurt ist zwischen Dierdorf und Montabaur in einem der beiden letzten Wagen des Zuges ein Brand ausgebrochen, dessen Quelle beim Erkennen nicht zu definieren war. Fahrgäste haben die kritischen Wagen ohne ihr Gepäck verlassen. Von einem Bahntechniker wurde der sofortige Halt auf freier Strecke eingeleitet. Gleichzeitig wurde sichergestellt, dass die Fahrgäste den Zug nicht verlassen haben, bevor die Risiken des Umfelds (Stromleitungen) nicht qualifiziert gesichert waren – wie dargestellt, ein positiver Punkt bei dem Geschehen!

Hilfskräfte

Nachdem die Fahrgäste den Zug verlassen konnten, waren relativ schnell Kräfte von Feuerwehren zugegen. Zum Schluss arbeiteten dort 250 Personen des Brandschutzes, ergänzt durch Hubschrauber und anderen erforderlichen Techniken. Die Fahrgäste konnten relativ schnell in Busse steigen. Sie wurden nicht auf dem schnellsten Weg zur Fortsetzung ihrer Reise, sondern gemeinsam an einen Versammlungsort gebracht und befragt. Dort wurde deshalb eine Hochzeitsfeier abgesagt. Die Zulässigkeit dieses Vorgehens bedarf der späteren Prüfung. Vorsichtig formuliert handelte es sich für die Fahrgäste des Zuges um Freiheitsberaubung, die nur dann entkräftet werden kann, wenn strafrechtliche Belange bei Fahrgästen zu prüfen waren.

Reise

Richtig ist, dass die Fahrgäste zeitnah ihre Reise fortsetzen konnten. Der Ersatz des Gepäcks, das aufgrund des Brandes nicht mehr verfügbar war, wurde den Betroffenen vor Ort bestätigt. Nach 40 Stunden haben sich Beteiligte, Betroffene und den Schaden Bearbeitende einen Überblick verschafft. Nach einigen Fehlinformationen wurde festgestellt, dass die Strecke vor Montag, den 15.10.2018, nicht befahrbar sein wird. Die Umleitungsstrecke durch das Rheintal führt zu den gleichen Zielorten. Sie war die einzige Verkehrsverbindung vor Einrichtung der neuen Strecke, die nur für Züge der Klassifikation ICE 3 nutzbar ist.

Vorkommnisse, die Nachdenklichkeit erwecken

Am Tag danach steht fest, dass der Grund für den Brand ein technischer Defekt war, der vermutlich von einem Trafo ausgegangen ist. Neben der Bahnstrecke musste die parallel verlaufende Autobahn Wiesbaden – Köln an der Stelle des Brandes vollständig (in beiden Richtungen) gesperrt werden. Die Freigabe erfolgte im Verlaufe des späten Vormittags, d. h. einige Stunden später. Vorkommnisse der letzten Wochen haben zu ähnlichen Problemen und größeren Schäden geführt. Ein Brand an anderer Stelle der Strecke führte vor einigen Wochen anlässlich des Brandes von Bahnböschungen zur Zerstörung mehrerer Wohnhäuser. Da sich in der Nähe des Brandes vom 12. Oktober keine Häuser befanden, konnte diese Problematik nicht entstehen. Gleichwohl stellt sich die Frage, ob weitere Sicherheitsmaßnahmen für die Zukunft eingerichtet werden sollten.

Ursache

Verbindlich festgestellt ist, dass eine Einwirkung von außen auszuschließen ist. Wenn in dem Zug im vorliegenden Fall aufgrund des Schadens an einem Trafo ein Brand ausbricht, ist zu überprüfen, ob der Schaden an dem Trafo durch qualifizierte Inspektionen nicht zu vermeiden war. Bundespolizei und Bahn habe sich dazu bis zum Abend des 13. Oktober nicht geäußert. Sicher werden die Begründungen in erforderlicher Form irgendwann vorliegen.

Folgen

Verzögerungen sind vorprogrammiert, da von den ausgebrannten Wagen des ICE nur noch schwarz verkohlte Gerippe zu sehen sind. Die Bahnstrecke bleibt bis zur Beseitigung des Zuges gesperrt. Im Übrigen wurde der Zug in seiner Gesamtheit von der Bundespolizei beschlagnahmt. Gleisanlagen und Oberleitungen haben Brandschäden, die beseitigt werden müssen. Es ist bemerkenswert, dass am Tag vorher in dem gleichen Zug auf dem Weg von Frankfurt nach Köln Brandgeruch festgestellt worden ist. Der Zug wurde deshalb aus dem Verkehr genommen und in die für Köln zuständige Servicestation gebracht. Der Zug war danach wegen Schmorgeruchs in einem Werk technisch untersucht worden – am Donnerstag (11.10.2018). Dabei wurde eine Klimaanlage aufgrund einer defekten Steuerung ausgeschaltet. Diese Reparatur in einem anderen Wagen (Nr. 7) des Zuges steht angeblich in keinem Zusammenhang mit der Brandursache. Der gleiche Zug soll am nächsten Tag als ICE 511 eingesetzt worden sein. Unabhängig davon wurden von den Behörden Nachweise der letzten Inspektionen verlangt. Unregelmäßigkeiten scheinen nicht ausgeschlossen zu sein.

Fazit

Die Deutsche Bahn AG wird den Fahrgästen des Zuges den vollen Fahrpreis erstatten. Die Verluste und Beschädigungen von Gepäck werden in vollem Umfang übernommen. Für die Umleitungsstrecken wurden zur Vermeidung von Preisnachteilen alle Zugbindungen aufgehoben. Es werden pro Strecke Verzögerungen von etwa 90 Minuten eintreten. Positiv waren die Kommentare der Passagiere – primär bezogen auf die Feuerwehr und die nicht originär befassten Hilfskräfte. Die Ausbildung von Bahnbediensteten zeige für solche Fälle Schwächen.