Die ersten Bürger wollen den Weg zum gläsernen Bankkonto auf das eigene Umfeld ausdehnen. Der Haushalt soll um Dienste ergänzt werden, die noch grau  in unbestimmter Entwicklung  sind.  

Wer im Internet seine Rechnungen per Sofortüberweisung begleicht, will nach einiger Zeit mehr Leistungen und sich selbst mit seinem Umfeld nicht ausnehmen. Am Arbeitsplatz – sofern dieser mit den aktuellen Erweiterungen des „Internets der Dinge“ /Internet of Things (IoT) in der Version 4.0 ausgestattet ist – lernt der Arbeitende die neuen Strukturen kennen, die ihm dort seine Aufgaben erleichtern und ihn selbst zu größerer Produktivität führen. Das führt in seiner Psyche zwingend zu dem Wunsch, die dort geübten Vorteile auch zu Hause zu genießen.

Mit Betreten der Wohnung bzw. des Hauses können digitale Hilfen eingesetzt werden. Der Zugang kann mithilfe eines Smartphones oder dem vergleichbaren Lebensassistenten durch Signal digital erfolgen – nicht mit einer oft vergessenen PIN, sondern dem abgespeicherten eigenen Abdruck des Fingers eigener Wahl. Nach Öffnung der Wohnungs- bzw. Haustür schaltet sich die mit Programm vorgegebene Beleuchtung – angepasst an Jahres- und Uhrzeit – an. Kleidung und Schuhe können nach mechanischer Vorgabe in Versenkungen gezogen werden. Sorry: Putzen und Reinigen ist noch nicht organisiert – Later on!

Zur Aktivierung anderer Geräte sind individuelle digitale Aufträge sinnvoll einzurichten. Dazu gehören auch Beschaffungen vor Betreten des Wohnareals. Beispiele sind der Supermarkt mit Einkaufsprogramm nach Haushaltsvorgabe (Speisen aller Art, Waschraum, Abholungen bei Dienstleistern wie Reinigung, Wäscherei und Schuster u. a. m.) mit offenen Posten an den Aufbewahrungsstellen im Haushalt.

Küche

Im Wohnbereich ergeben sich Erledigungen nach Zeitplan wie Einordnungen in den Kühlschrank, Betrieb der Haushaltsmaschinen nach Angebot und Bedarf. Die netten Werbeideen der Anfragen des Kühlschranks nach Auffüllung mögen gut klingen, sind in der Praxis aber obsolet. Eine einheitliche Speisefolge mag für Hund und Katze konvenieren. Es gibt aber Menschen, die nicht täglich das Gleiche nach Kühlschrankvorgabe essen möchten. Auch der Bring-Service wird nicht vertieft werden, da es der Umwelt nicht zuzumuten ist, wenn der überwiegende Teil der Bewohner sowas will. Hinzu kommt die Frage des Parkplatzangebots für die Anlieferung, wenn keine Drohne als Service eingesetzt werden kann, was für Hochhaussiedlungen als unrealistisch zu erwarten ist.

Im Wohnbereich bleiben die Aufgaben der Haushaltsmaschinen und im Garten des Rasenmähers. Das smarte Licht wird auf den Bewohner tages- und empfindungsbezogen mit Sparpotenzial für den Energieverbrauch eingestellt. Sofern ein „Home-Office“ integriert ist werden nach Öffnen der Tür die relevanten Gerätschaften mit WLAN-Verbindungen digital in Betrieb gesetzt. Individuelle Wünsche benötigen keine Schaltvorgänge. Dazu gibt es virtuelle Persönlichkeiten in Zylinderform am Rande des Wohngeschehens (z. B. mit dem Namen ´Alexa´ im Angebot) oder in größeren Haushaltungen eine Roboterin, die ´Sophia´ heißen kann und dem jeweiligen Bewohner assistiert.

Der Terminplan kann automatisch aufgerufen werden. Auf Dringliches kann je nach Bedürfnis hingewiesen werden. Dazu zählen die Kommunikation mit Bankinstituten oder Ärzten für digital bekannte persönliche Probleme. Auch die Schulanfragen für die Kinder können abgedeckt werden.

Licht

Die technischen Ausstattungen im Haushalt sind zu ergänzen. Das beginnt mit den für die Uhrzeit relevanten Einstellungen des smarten Lichts – auf Wusch mit Lagerfeuerstimmung im Wohnzimmer oder Mondschein über dem Bett – alles zu seiner Zeit! Die LED-Lampen sollen stimmungsvoll illuminieren (Smart Home i. S. v. FAZIT Communication – FAZ 2017-11-24). Die vernetzte Schaltzentrale befindet sich im smarten Fernseher, der vom Sofa gesteuert werden kann. Kameras sind an oder in den Haushaltsgeräten angebracht, die Funktionen und Ansprüche übermitteln. Kühlschrank und Speiseregal sind für den Verzehr, der Waschraum für den Service ausgestattet. Wasch- und Spülmaschine geben Statusmeldung und die Kaffeemaschine teilt mit, wenn sie den Kaffee in individueller Form fertiggestellt hat – laut Anweisungen von Alexa, Sophia oder anderen „technisch aktiven“ Kollegen und Kolleginnen.

Das Thema fasziniert Bürger Skandinaviens schon lange; nun kommen auch 47,5% der Deutschen „auf den Geschmack“ und erwarten Umrüstung. Dennoch ist dieser Wandel in 2018 für nicht mehr als 2% aller deutschen Haushalte zu erwarten. Vernetzte Produkte und internetfähige Geräte steuern gemeinsam mit dem Jeweiligen Familienmitglied die gewünschten Maßnahmen. Dazu gehören auch Heizung und Wasserversorgung mit Energiesparmodus. Vielen Ideenträgern fehlt das Verständnis für die Vorgaben: Eine Fußbodenheizung braucht nach einem Befehl zum Aufheizen zwölf Stunden Vorlauf. Für die Kühle sorgen im Sommer autonom aktive Jalousien.

Garten

Auch der Garten wird temperaturbezogen und nach den Vorgaben des Anspruchs der Pflanzen bzw. des Rasens bewässert – oder nicht.  Im Außenbereich gibt es noch die individuelle Garage oder den Garagenstellplatz. Autos neuerer Bauart parken ohnehin selbständig ein, fahren in die Garage ohne Fahrer ein und kommen auf Befehl oder programmierter Zeitvorgabe wieder heraus.

Derweil sind schlechte Zeiten für Einbrecher angebrochen. Wenn die Gesichtskontrolle nicht positiv ist, erfolgt autonom eine digitale Rückfrage – ohne Feedback sofort ein Alarm, der die nächste Polizeistation einbezieht. Die Nachbarin muss fürs Blumengießen programmiert sein.  Weiterer Service kann ins Gesamtprogramm integriert werden. Das Datenrisiko bleibt dennoch bestehen, denn an dieser Stelle werden Hacker gern aktiv. Arbeiten an digitalen Programmen sollten von regionalen Unternehmen vorgenommen werden. Alarmsteuerungen sollten professionell installiert werden und aus der Ferne authentifiziert schaltbar sein. Leider besteht zwischen den Herstellern noch keine uneingeschränkte Kompatibilität.

Gesundheit

Dennoch haben die Installationen nach der aktuellen Produktentwicklung ihren Sinn. Die Vorsorge für die Gesundheit kann auch für Jüngere nützlich sein. Für Ältere erscheint sie unumgänglich. Armbänder mit Vitalfunktionen wären für jeden zu integrieren. Wenn ein Bewohner stürzt oder vergessen wurde den Herd auszuschalten kann das angezeigt werden. Maßnahmen können individuell veranlasst werden. Das sind bereits Weiterentwicklungen im Sinne von „Home Connect“.

Der persönliche Service beginnt im Bett, wenn Alexa oder Sophia auf verbale Anweisung hin alle gewünschten Geräte in Betrieb nimmt. Die Termin- und Erledigungsliste für den Tag wird ausgedruckt, die automatisierten Maßnahmen veranlasst, um das Leben einfacher, sorgenfreier und angenehmer zu machen. Damit sind strategische Partnerschaften mit Lieferservice aller gängigen Dienstleister (inkl. Apotheke) verbunden – solange dies noch konventionell möglich sein wird.