Sicherlich ein provokatorische Frage die wir da als Überschrift über unseren Beitrag stellen, aber diese Frage ist sicherlich so berechtigt, denn das Geschäftsmodel des Unternehmens scheint nur Einseitig zu funktionieren, nämlich beim Geldeinsammeln von Anlegern. Da scheint es dann sehr erfolgreich in den letzten Jahren funktioniert zu haben für das Unternehmen. Anleihen und Nachrangdarlehen hat man an Anleger verkauft.

Anlegern die möglicherweise über Jahre an einen Erfolg dieses Geschäftsmodells der Clinicall Germany GmbH, geglaubt haben. Auch diese werden erkennen müssen, das die Clinicall Germany GmbH möglicherweise ein „Fass ohne Boden ist“, denn der Erfolg des Konzeptes will sich auch nach vielen Jahren nicht einstellen. Im Gegenteil, mittlerweile weist eine jetzt veröffentlichte Bilanz, einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von über 22,5 Millionen Euro aus. Satte 5 Millionen Euro mehr als noch in der Bilanz des Vorjahres. So richtig kann man auch nicht erkennen, warum das Projekt überhaupt ein kommerzieller Erfolg werden soll. Unsere Redaktionsmitarbeiterin Katrin Baumann hat nun fast mit 30 Krankenhausgesellschaften in Deutschland telefoniert.

Ganze 4 kannten das System vom Unternehmen Clinicall Germany GmbH, sahen aber in dem System nun keinen Nutzen für ihre Klinik bzw. Krankenhaus. Genau das scheint dann möglicherweise auch das Problem des Unternehmens Clinicall Germany GmbH insgesamt zu sein. Keiner kann sich für das Produkt begeistern, so begeistern das er es dann in seinem Krankenhaus installieren will.

Ergo kann das Unternehmen dann natürlich auch kein Geld verdienen, wenn nur verhaltenes bzw. gar kein Interesse vorhanden ist. Erstaunlich finden wir dann auch. das man hier mit einem Politiker auf der Internetseite Werbung machen darf. Das sollten sich Politiker „aus der ersten Reihe“ dann doch bitte sparen, denn wir wissen das gezielt mit diesem Politiker von Seiten des Unternehmens beim Geldeinsammeln geworben wird. Ob Herrn Dr. Brauksiepe das gefällt, wenn er nun in die Schlagzeilen gerät? Wir haben Herrn Staatssekretär Dr. Brauksiepe dazu eine Presseanfrage übermittelt.

Jana Fußmann